Babykleidung waschen – was ist zu beachten

Der erste Gedanke, als es in meiner ersten Schwangerschaft um die Wäsche ging, war: Wäsche ist Wäsche. Jedoch bedenkt man, dass die Haut der Kleinen Erdenbürger fünffach dünner ist als unsere Haut und der Schutzmechanismus noch nicht ausgereift ist, wird einem Bewusst, dass es vielleicht doch einiges zu beachten gibt. Auch, mit Karottenbreiflecken oder grauen Knieflecken vom Krabbeln, werden wir Erwachsene eher selten konfrontiert. Wir Mamas lernen eine ganz neue Welt der Flecken kennen. Doch eins bleibt gleich, es ist kein Hexenwerk. Ich freue mich, euch auf die Reise meiner Erkenntnisse zu nehmen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann Babykleidung waschen?
    • Wie oft Babykleidung waschen
    • Erstausstattung waschen
  2. Was ist beim Waschen zu beachten
    • Aufgepasst beim Waschmittel
    • Keinen Weichspüler verwenden
    • Bei wie viel Grad Babykleidung waschen?
  3. Wie entferne ich Flecken aus der Babykleidung
    • Karottenbrei aus der Babykleidung entfernen
    • Stuhlgang aus der Babykleidung entfernen
  4. Meine Tipps zusammengefasst

Wann Babykleidung waschen?

Babys lieben es in den Arm genommen zu werden. Am Anfang ist es die Nähe und die Geborgenheit, die sie so sehr brauchen. Etwas später möchten Sie die Welt gezeigt bekommen. Das ist so wichtig und so schön.

Jedoch können Krankheitserreger von Kleidung zu Kleidung übertragen werden. Da die Kleinen noch gerne an ihrer Kleidung lutschen, nehmen sie diese über die Speichel auf. Das gleiche gilt übrigens auch für die Kuscheltiere. Jedoch ist das, meiner Meinung, auch ein wichtiger Prozess für das Immunsystem. Wir sollten auf keinen Fall aufhören die Babys in den Arm zu nehmen oder Freunden und Bekannten verbieten in die Nähe zu kommen.

Viel besser ist es, wenn die Intervalle, in denen wir die Kleidungsstücke wechseln, kürzen. Also nicht drei Tage das gleiche Outfit, weil das Baby sich nicht voll gespuckt hat, sondern für jeden Tag ein neues Outfit. Ich habe die Kleidung auch nach jedem Kinderarztbesuch und ggf. nach dem Einkaufen gewechselt. Ansonsten gilt es auch hier nicht zu übertreiben, denn wie gesagt, das Immunsystem muss auch üben– es gilt ein Mittelmaß zu finden. Wir sind nicht gemacht um in einer sterilen Welt groß zu werden, aber gleichzeitig sollten wir unsere Wäscheberge nicht unnötig aufbauen.

Wie oft Babykleidung waschen

Die neu erworbenen Babyoutfits können noch Produktionsrückstände und Chemikalien enthalten. Aus diesem Grund ist es wichtig, diese vor dem Gebrauch eins bis zwei Mal zu waschen. Zwischen dem Ersten und dem Zweiten Waschgang ist es nicht nötig, die Kleidungsstücke zu trocknen. Ich habe es immer so gemacht, dass ich die Wäsche einmal gewaschen habe und im Anschluss noch mal in der Waschmaschine gespült. Meiner Meinung nach sollten wir Mütter alles so einfach wie möglich handhaben. Wir sollen die Babyzeit genießen können und nicht erschlagen werden von den ganzen Aufgaben die auf uns zu kommen.

Erstausstattung waschen

Ich habe bereits in der Schwangerschaft mit dem Waschen begonnen. Dies ist natürlich nur möglich, wenn man keine Risikoschwangerschaft hat. Ansonsten dürfen sich gerne die Väter mit der Waschmaschine anfreunden.

Ich habe immer gewartet bis ich einen guten Schwung zusammen hatte und diese dann in die Waschmaschine geworfen. Ich bin immer kein Freund von einer fast leeren Waschmaschinenladung. Besonders am Anfang kommt einiges zusammen. Da ich auch regelmäßig neue Umstandsmode mitwaschen konnte.

Habe ich nur vereinzelte neue Teile, dann habe ich diese mit unsrer erwachsenen Kleidung – ohne Kinderkleidung - gewaschen.

Was ist beim Waschen zu beachten

Im Grunde muss beim Waschen der Babykleidung nicht viel anders gemacht werden. Wir sortieren diese nach weiß, dunkel, bunt und fein. Babysocken und Lätzchen am besten gleich in ein Wäschesack stecken, so werden die Socken nicht verschluckt und die Klettverschlüsse am Lätzchen beschädigen keine andere Kleidung.

Am schönsten finde ich, wenn die Wäsche an der frischen Luft trocknet. Irgendwie gibt mir das nochmal so ein Frischekick. Um ein dreckiges Ergebnis nach dem Waschen zu vermeiden, sollten wir die Maschine nicht zu voll machen. Ich falte unsere Wäsche bereits nach dem Trocknen ganz ordentlich zusammen, so muss ich diese nicht das zweite Mal in die Hand nehmen.

Jedoch einige Punkte sollten doch bedacht werden:

Aufgepasst beim Waschmittel

Beim Waschmittel sollte darauf geachtet werden, dass dieses für empfindliche Haut geeignet ist, die sogenannten „sensitiv Waschmittel“. Besten Falls ist das Waschmittel phosphatfrei. Beim Waschen nicht zu wenig Waschmittel nehmen, da sonst die Inhaltsstoffe für ein sauberes Ergebnis nicht ausreichen. Bei zu viel Waschmittel, bildet sich zu viel Schaum und der Schmutz wird schlechter ausgespült.

Keinen Weichspüler verwenden

Weichspüler enthalten Tenside und Duftstoffe, diese können Allergien auslösen. Da die Babyhaut noch so empfindlich ist und ganz schnell gereizt wird, sollte lieber auf den Weichspüler verzichtet werden. Ist die Wäsche nach dem Waschen hart, dann diese lieber für ein paar Minuten in den Trockner werfen. Kleidungsstücke die nicht in den Trockner dürfen, tue ich bereits in die Waschmaschine in einen Wäschesack, so kann ich diese mit einem Handgriff entnehmen und muss nicht in der gewaschenen Wäsche, die Sachen zusammensuchen. Hart wird die Kleidung durch den Kalk im Wasser, diese lagern sich in der Kleidung ab. Als Ersatzweise zum Weichspüler, kann ein ordentlicher Schuss Essig, Apfelessig oder Zitronensäure hinzugefügt werden. Das hat den gleichen Effekt. Meine Freundin legt ihre Kleidung, vor dem Waschen, für eins bis zwei Stunden in Buttermilch ein.

Valentina`s Tipp: Jeder Berg (bunt, weiß, dunkel etc.) hat einen Wäschesack. In diesen tue ich die Wäsche rein, die nicht in den Trockhner darf. So kann ich diese mit einem Griff nach dem Waschen rausnehmen und muss mir die Sachen nicht, in der gewaschenen Wäsche, zusammensuchen.

Bei wie viel Grad Babykleidung waschen?

Ich wasche alle Kleidungsstücke bei 40 C°, mit Ausnahme der Fein-/Handwäsche. Bettwäsche, Spucktücher, Unterwäsche, Putzlappen und Handtücher werden mit 60 C° gewaschen. Nach einem Magendarminfekt oder einer Grippewelle, wasche ich die Kleidung nicht mit einer höheren Gradzahl oder nutze ein aggressives Desinfektionsspülmittel, sondern weiche die Kleidung in Essig ein. Beim Einweichen gebe ich die Wäsche in die Waschmaschine, gebe ordentlich Essig in das Spülfach und schalte den Spülvorgang an ohne abzupumpen oder wenn ihr diese Funktion nicht habt, nach dem die Wäsche nassgespült ist, ca. nach 10 Minuten, die Waschmaschine ausschalten und über die Nacht ruhen lassen. Am nächsten Tag, wie gewohnt die Kleidung waschen.

Wie entferne ich Flecken aus der Babykleidung

Die Taktik gegen Flecken der Erwachsenen „vollkleckern vermeiden“, können wir bei unseren Sprösslingen nicht anwenden. Am schönsten ist es, wenn die Kleinen sich im großen Stile einsauen, denn nur so können sie die Welt entdecken und mal richtig im Brei oder Dreck wühlen. Jedoch können diese Flecken für uns, zu einem richtigen Sparringpartner werden. So verlockend es auch ist, aber bitte nicht zu aggressiven Fleckenentfernern greifen. Hier können wir am Besten in den Erfahrungsschatz unser Mütter oder noch besser Großmütter greifen. Grundsätzlich immer versuchen sofort den Fleck kalt auszuspülen.

Karottenbrei aus der Babykleidung entfernen

Karottenbrei, Tomate und Paprika lassen sich so einfach entfernen. Was habe ich bei meiner ersten Tochter für Geld für irgendwelche teuren Fleckenentferner ausgegeben und war mit dem Ergebnis doch nicht zufrieden. Ich habe so viel versucht und bin fast verzweifelt. Und umso mehr ärgert es mich im Nachhinein, denn die Lösung ist so einfach und günstig. Ich hätte mir wirklich viel Zeit und Nerven sparen können. Die Kleidung nach dem Waschen, ganz einfach nass in die Sonne legen. Schwuppdiwupp sind die Flecken nach ein paar Stunden wie von Zauberhand verschwunden. Kaum zu glauben – mein kostengünstigster Fleckentipp ever.

Stuhlgang aus der Babykleidung entfernen

Die Flecken sofort mit kaltem Wasser ausspülen und mit Gallseife behandeln. Die Gallseife über Nacht einwirken lassen und ab in die Wäsche damit.

Weitere Tipps

Sonnencreme: Frische Flecken mit Geschirrspürmittel vorbehandeln
Alte Flecken in Essig oder Zitronensäure einweichen
Gras: Vorbehandeln mit Zintronensaft
Kaugummi: Vorbehandeln mit Babyöl
Karotte/Paprika/ Tomate & Co.: Nach dem Waschen in die Sonne legen
Teeflecken: Vorbehandeln mit Rasierschaum oder Gallseife
Spinat: Vorbehandeln mit Kartoffelstärke
Stuhlgang/Kot: Vorbehandeln mit Gallseife

Meine Tipps zusammengefasst

Kein Weichspüler: - Alternativ
- 20 Minuten in den Trockner
- (Apfel)essig oder Zitronensäure
- In Buttermilch einweichen
Waschmittel: - Sensitiv
- Nicht zu viel, nicht zu wenig
Bleichen: - Kein Chlor
- Essig oder Soda
Kein bügeln: - 20 Minuten in den Trockner und heiß aufhängen
Wäschesack: - Babysocken, kleine Teile
- Lätzchen
- Sachen, die nicht in den Trockner dürfen
Spülmittelfach: - Regelmäßig reinigen
Übernacht einweichen: - In der Waschmaschine
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